Einweichen im Wasser
Lege den Samen für 2–10 Tage in ein Glas mit kaltem Leitungs- oder Regenwasser. Stelle es an einen dunklen Ort mit Zimmertemperatur. Sobald sich eine kleine Wurzel zeigt, kannst du weitermachen.
Tipp: Nicht verwendete Samen sollten luftdicht und kühl im Kühlschrank gelagert werden – das erhält die Keimfähigkeit über viele Monate.
Einsetzen in Anzuchterde
Achte auf vorsichtigen Umgang mit der empfindlichen Wurzel. Setze den Keimling mit sauberem Finger in nährstoffarme Anzuchterde und bedecke ihn mit max. 0,5 cm Erde.
Tipp: Verwende für die Anzucht spezielle Keim-Töpfe mit Drainagelöchern, damit keine Staunässe entsteht.
Indoor (ganzjährig)
Beleuchtung richtig einstellen
- Platziere den Keimling unter einer Pflanzenlampe, ca. 30 cm Abstand.
- Gelbe Blätter = zu viel Licht → Lampe höher hängen.
- Langes, dünnes Wachstum = Lichtmangel → Lampe näher heranführen.
Luftfeuchte & Gießen
- Erde gleichmäßig feucht halten, aber nicht überwässern.
- Luftfeuchtigkeit ideal bei 40–70 %.
Outdoor (April – Oktober)
Helles Tageslicht nutzen
- Stelle den Keimling z. B. auf Balkon, Terrasse oder Fensterbrett.
- Achtung: Wenn die Pflanze lang & dünn wird → zu wenig Licht → helleren Standort suchen (z. B. draußen statt hinter Fensterscheibe).
Feuchtigkeit & Schutz
- Erde regelmäßig befeuchten, aber nicht zu stark gießen.
- Alternativ: ein kleines Anzuchthaus mit hoher Luftfeuchtigkeit verwenden.
- Nicht in direkte Sommersonne stellen – Gefahr der Überhitzung!
Gib der Wurzel Platz!
Wenn die Pflanze ca. 15 cm groß ist, wird es Zeit für ein Upgrade. Verwende Töpfe mit mindestens 10–15 Litern Volumen – besser mehr. Nur so kann sich das Wurzelsystem vollständig entwickeln.
Nach dem Umtopfen bekommt deine Pflanze nun ihre Tablette: Drücke 1–2 Weedefix WURZEL-Tabletten etwa 5–10 cm vom Stiel der Pflanze entfernt, ca. 5 cm tief in die Erde und decke sie wieder mit Erde ab.
Tipp: Auch hier kannst du wieder Anzuchterde verwenden.
Wasser & Blattpflege
Ein häufiger Fehler: zu viel Wasser. Das Substrat sollte leicht feucht, aber nie nass sein. Teste mit dem Finger – fühlt sich die Erde trocken an, darf wieder gegossen werden. Je größer die Pflanze, desto mehr Wasser – aber einmal täglich reicht meist aus. Staunässe vermeiden!
Für gesundes Wachstum solltest du nun deine Pflanze mit Weedefix BLATT regelmäßig (1–2 Mal pro Woche) einsprühen.
Tipp: Beim Gießen kannst du auch immer 2–6 ml Weedefix START pro 1 Liter Gießwasser beimischen. Das stärkt die Wurzeln deiner Pflanze.
Wachstumsdüngung
Unsere Empfehlung: Starte ca. 4 Wochen nach Keimung mit der Düngung. Überdüngung ist gefährlich und kann deine Pflanze schädigen. Halte dich an die Dosierungshinweise auf deinem Weedefix-Produkt.
Wir empfehlen hier Weedefix WACHSTUM. Mische alle 1–2 Wochen 2–4 ml Konzentrat pro 1 Liter Wasser in deine Gießlösung. Beginne mit der niedrigen Dosierung und erhöhe langsam.
Indoor
Ein Growzelt bietet ideale Voraussetzungen für kontrolliertes Wachstum. Damit sich deine Pflanzen wohlfühlen, solltest du folgende Bedingungen schaffen:
- Temperatur: konstant zwischen 22–26 °C
- Luftfeuchtigkeit: optimal zwischen 40–70 %
- Thermo-Hygrometer: unbedingt nutzen (ab 10 € erhältlich)
- Ventilator: verhindert stehende Luft, Hitze- und Schimmelbildung
- Kondenswasserbildung = Warnzeichen → Luftfeuchte zu hoch oder Luftzirkulation zu gering
- Ein gut abgestimmtes Klima führt zu kräftigem, gesundem Wachstum
Tipp: Halte die Werte besonders in der Vegetationsphase stabil – Temperatur und Luftfeuchte sind in dieser Phase besonders kritisch.
Outdoor
Sobald deine Pflanze etwa 15 cm hoch ist, kannst du sie nach draußen stellen – unter bestimmten Bedingungen:
- Nachttemperaturen sollten nicht unter 5 °C fallen.
- Direkter Regen und Sonne sind kein Problem.
- Bei starker Sonne ggf. leicht beschatten, um Verbrennungen zu vermeiden.
- Wind- & Wetterfestigkeit: Mach dir keine Sorgen – die Pflanzen sind robuster als gedacht.
- Schattenwurf beachten, wenn du auf Balkon oder Terrasse growst.
- In der Regel gilt: morgens oder abends gießen, wenn das Substrat trocken ist.
Tipp: Beobachte das Wetter in den ersten Tagen nach dem Umzug nach draußen – vor allem bei plötzlichen Kälteeinbrüchen oder Hitze.
Ernte, Trocknung & Fermentierung
Wann ist die Pflanze reif zur Ernte?
- Blütezeit: in der Regel nach 10–14 Wochen
- Pistillen (Blütenhärchen):
- Anfangs weiß und aufrecht
- Verfärben sich orange/bräunlich und ziehen sich zurück → Reife beginnt
- Trichome (Harzdrüsen): unter der Lupe beobachten:
- Klar → zu früh
- Milchig-trüb → optimaler Wirkstoffgehalt
- Bernsteinfarben → eher beruhigende Wirkung
- Perfekter Zeitpunkt: Großteil der Trichome milchig, einige bereits bernsteinfarben
Ernte vorbereiten
- Pflanze oder einzelne Äste mit sauberer, scharfer Schere abschneiden
- Große Fächerblätter entfernen
- Optional: Fein-Trim der kleinen Blätter an den Buds
- Geschnittene Teile kopfüber aufhängen:
- Ort: Dunkel, gut belüftet, nicht zu warm
- Dauer: 7–14 Tage
- Ideal: 18–22 °C, 50–60 % Luftfeuchtigkeit
Trocknung & Fermentierung
- Nach dem Trocknen: Buds in luftdichte Gläser füllen
- Täglich kurz öffnen (1–2× am Tag) → Feuchtigkeit entweichen lassen
- Fermentierdauer: mindestens 2–4 Wochen
- Ziel: volles Aroma, angenehmer Geschmack, längere Haltbarkeit